Wie hat sich das Papasein aus Sicht der Mütter im Laufe der Jahre verändert?

Heute ist es immer öfter so, dass Männer Papa sein wollen und Frauen ihren Männern das auch zutrauen und sie Papa sein lassen. Das ist eine große Veränderung in eine gleichberechtigte Rollenverteilung. Ich finde es toll, diese Entwicklung zu erleben.

Was unter einer „optimalen“ Familienk onstellation verstanden wird, scheint sich dauerndzu verändern. Gibt es so was überhaupt?

Ich glaube nicht an den „einzig richtigen Weg“ in diesem Zusammenhang. Die optimale Familienkonstellation kann in jeder Familie eine andere sein und beruht meines Erachtens auf dem Bauchgefühl und dem Mutter-/Vaterinstinkt.

Wie wichtig ist das „Bonding“ mit dem Vater? Wie kann das Tragen die Bindung unterstützen?

Ich bin der Meinung, „Bonding“ mit Papa ist genauso wichtig und gut wie mit Mama. Dadurch wird die Verbindung zwischen Eltern und Baby noch enger. Und das Tragen ist eine sehr intensive Form des Bondings. Ich kann es daher nur allen Mamas und Papas empfehlen.

Viele „moderne“ Papas haben überhaupt kein Problem mit Babynahrung, Windeln und Co. Können Männer sich prinzipiell genauso gut um ein Baby kümmern?

Natürlich können sich Männer genauso gut um ihre Babys und Kinder kümmern! In Sachen Babynahrung ist das bei uns zu Hause allerdings gerade schwer umzusetzen. Da unsere Ki nder keinen Schnuller und kein Fläschchen möchten, bin ich als Mama einfach oft gefragt. Ich stille sie voll. Und das kann der Papaleider noch nicht!

Sie haben zwei Töchter – macht es mit Blick auf die Väter eigentlich einen Unterschied, ob Jungs oder Mädchen?

Es könnte sein, dass der Papa bei Jungs eventuell strenger wäre. Momentan ist es so, dass ein Wimpernschlag unserer Töchter reicht und
Papa macht alles!