Dabei entfallen zwei Drittel auf Getränke und ein Drittel auf feste Nahrung wie Obst, Salat und Milchprodukte. Bewiesen ist, dass 95 Prozent der Deutschen zu wenig trinken. Die Folge: Verminderung der Konzentrationsfähigkeit.

Zu dieser Erkenntnis kamen Experten, wie Sportwissenschaftler und Ernährungsberater, auf einer Tagung über Ernährungsfragen in Gütersloh, berichtet Liz Mohn, Mitglied im Beirat der Bertelsmann Stiftung. Stresshormonanalysen hätten gezeigt, dass sich eine zu geringe Flüssigkeitszufuhr negativ auf die Aufmerksamkeit auswirkt.

Zwei bis zweieinhalb Liter Flüssigkeit sollten sowohl Schulkinder als auch Erwachsene täglich zu sich nehmen, etwa ein Liter davon wird mit der festen Nahrung aufgenommen.

Besonders Schüler würden oft viel zu wenig trinken, kritisieren die Experten: „Lehrer müssen darauf achten, dass während des Unterrichts und längerer Klassenarbeiten genügend getrunken wird.“  Aber auch Berufstätige würden mehr leisten, wenn sie ihrem Körper ausreichend Flüssigkeit zuführten.

Insgesamt sei es ratsam, „über den Durst“ zu trinken – das Durstverlangen sei vor allem bei Frauen und Kindern oft viel zu schwach ausgeprägt. Zudem wird eine kontinuierliche Flüssigkeitszufuhr empfohlen. Versäumtes am Abend nachzuholen, bringe wenig, da der Magen-Darm-Trakt große Flüssigkeitsmengen nicht auf einmal aufnehmen kann.

Besonders gut verwertet werde die Flüssigkeit kombiniert mit stärke- und ballaststoffreichen Nahrungsmitteln wie Kartoffeln oder Nudeln, Reis und Brot aus Vollkorn.

Energie für den Kopf

Natürlich werden wir durch Lebensmittel nicht klüger, die in ihnen steckenden Vitamine und Mineralstoffe können jedoch Leistungstiefs, Konzentrationsschwäche, Gereiztheit und Müdigkeit vorbeugen. Zuallererst: viel Trinken. Nur mit ausreichend Flüssigkeit sind ausreichende Sauerstoffversorgung und die Durchblutung von Kopf und Körper gewährleistet.

Leichte Kopfschmerzen, Konzentrationsschwierigkeiten und Müdigkeit können erste Anzeichen eines Flüssigkeitsmangels sein.Also sollten mindestens zwei Liter kalorienarmer Getränke über den Tag verteilt getrunken werden: am besten Wasser, kalorienarme Schorlen oder vitaminreiche Säfte und Kräutertees.

TIPPS

  • Zu jedem Essen gehört auch ein Getränk. Dadurch wird die Nahrung leichter verdaut. Zudem stellen Sie so sicher, dass der Körper regelmäßig eine Mindestmenge an Flüssigkeit erhält.
  • Verteilen Sie Ihre tägliche Trinkmenge gleichmäßig über den Tag. Stellen Sie also am Arbeitsplatz, zu Hause oder in der Freizeit immer ein Getränk in sichtbare Nähe. So werden Sie daran erinnert, ausreichend zu trinken.
  • Wechseln Sie zwischen verschiedenen Getränken – so erhalten Sie die Lust am Trinken. Als Getränke bieten sich Mineralwasser, Saftschorle oder Früchte- oder Kräutertee an. Übrigens: Dass Kaffee oder Tee dem Körper Flüssigkeit entziehen, ist ein Ammenmärchen. Sie zählen wie jedes andere Getränk zur täglichen Flüssigkeitsaufnahme hinzu.
  • Alkohol entzieht dem Körper Flüssigkeit und Mineralstoffe. Deshalb kommt es auch nach Alkoholgenuss oft zu einem großen Durstgefühl. Dieser Durst sollte mit Erfrischungsgetränken, Tafel- oder Mineralwasser gestillt werden.