Alarmierend ist, dass wir Deutschen noch viel mehr Salz als die Amerikaner zu uns nehmen. Ein Grund ist, dass unser Brot viel salziger ist, als das Weißbrot, das in den USA gegessen wird.

Die Studie belegt: „Die Belastung von Salz ist für den Körper viel höher als die durch zuckrige Getränke (Cola, Limonade)“, so Dr. Dariush Mozaffarian gegenüber „abc-News“. Er erforschte Auswirkungen von Salz auf den Blutdruck und Herz-Kreislauf-Erkrankungen und stellte unter anderem fest, dass überhöhter Salzkonsum zu Herzinfarkt und Schlaganfällen führen kann.

Höchstens fünf Gramm

Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) sollten Erwachsene täglich höchstens fünf Gramm Salz zu sich nehmen. Fünf Gramm entsprechen ungefähr einem ungehäuften Teelöffel. Mindestens 1,4 Gramm Salz brauchen wir pro Tag, Kinder ab vier Jahren benötigen mindestens ein bis 1,3 Gramm. Die schlimmsten Salzfallen sind übrigens Fertiggerichte, Brot, Wurst und Käse.

Um nicht zu viel Salz zu essen, müssten Lebensmittel deutlich mit dem Salzgehalt gekennzeichnet sein. Aber erst ab 2016 gibt es eine einheitliche Nährwertkennzeichnung inklusive Salzdeklaration. Bisher haben nur einige Hersteller den Natriumgehalt auf ihren Produkten verzeichnet. Natrium darf jedoch nicht mit Salz (Kochsalz) verwechselt werden.

Der Natriumgehalt muss erst in Kochsalz umgerechnet werden. Ein Gramm Kochsalz besteht aus 0,4 Gramm Natrium. Die Natriummenge in Gramm auf der Verpackung muss mit 2,54 multipliziert werden, um den Salzgehalt zu erhalten.