Die milchverarbeitenden Betriebe in Deutschland machen den meisten Umsatz innerhalb der Lebensmittelindustrie – und das seit 1965. Und auch Käse ist nichts anderes als Milch minus Wasser. Bei der Herstellung von Käse werden die festen Stoffe der Milch vom Wasser getrennt und gebunden. Diese festen Bestandteile sind Fett, Eiweiß, Milchzucker, Mineralstoffe, Spurenelemente und Vitamine.

Fett ist nicht gleich Fett

Käse ist also nicht nur sehr schmackhaft, er ist auch ein wichtiger Bestandteil der Ernährung und kann zur Gesundheit seinen Beitrag leisten. Doch ist Käse nicht eigentlich viel zu fett, um gesund zu sein? Nein, denn Fett ist nicht gleich Fett. Schon gar nicht beim Käse.

Klar, man kann auf den Gedanken kommen, wenn man das Etikett auf dem Käse betrachtet: Ein junger holländischer Gouda beispielsweise hat 48 Prozent Fett in der Trockenmasse (i. Tr). Das klingt nach einer echten  Kalorienbombe. Dabei liegt sein absoluter Fettgehalt bei lediglich 28,8 Prozent. Denn die Angabe „Fett i. Tr“ bezieht sich nur auf einen Teil des Käses, nämlich ausschließlich auf die Trockenmasse.

Kleines Käse-Lexikon

Langweilig wird es mit Käse nie, denn es gibt viele verschiedene Sorten, und die Geschmacksrichtungen reichen vom besonders milden Käse bis hin zum extrem würzigen und stark aromatisch riechenden Käse.

Eine kleine Auswahl:

  • Appenzeller: Er stammt aus der Schweiz. Das Appenzeller Land stellt diese schweizerische Käsespezialität bereits seit mehr als siebenhundert Jahren her.
  • Camembert: Weltberühmt und für viele unverzichtbar – der Camembert, ein französisches Original, das heutzutage jedoch vielerorts produziert wird. Camembert ist ein Schimmelkäse.
  • Edamer: Er ist ein sehr populärer Schnittkäse mit einem Fettgehalt von 40 Prozent i. Tr. Einst wurde der Edamer ausschließlich aus Rohmilch hergestellt.
  • Emmentaler: Einer der berühmtesten Käse überhaupt. Der originale Emmentaler stammt nur aus dem Emmental in der Schweiz, welches im Kanton Bern liegt.
  • Gouda: Eine holländische Spezialität. Gouda wird in der typischen Käseradform hergestellt, manchmal auch in Blöcken.
  • Limburger: Ursprünglich stammt er aus Limburg, einer belgischen Provinz. Das erste Mal stellten den Limburger Mönche der dortigen Klöster in Handarbeit her.
  • Tilsiter: Er zählt zu den bekanntesten deutschen Schnittkäsesorten. Er ist von halbfester Konsistenz und wird aus pasteurisierter roher Kuhmilch erzeugt.

Für jeden Käse-Gaumen gibt es den passenden Käse. Und viele Käsesorten eignen sich auch zum Kochen, zum Gratinieren, zum Würzen und zum Verfeinern von vielerlei Gerichten.