Stillen ist für fast alle Säuglinge im ersten Lebensjahr bestens geeignet, möglichst in den ersten vier bis sechs Lebensmonaten ausschließlich. Auch kürzeres oder teilweises Stillen (mit Zufütterung von Säuglingsanfangsnahrung) ist sinnvoll! Mutter und Kind bestimmen gemeinsam, wie lange gestillt wird.

Selbst zubereitete Nahrungen aus Kuhmilch, anderen Tiermilchen sollten nicht verwendet werden.

Kinder, die nicht oder nicht voll gestillt werden, sollten in den ersten Monaten Säuglingsanfangsnahrungen („Pre“- oder „1“-Nahrungen) erhalten.

Selbst zubereitete Nahrungen aus Kuhmilch, anderen Tiermilchen (von Ziege, Stute, Schaf) oder zum Beispiel aus Mandeln sollten nicht verwendet werden.

Beikost sollte nicht vor dem Alter von 17 Wochen (dem Beginn des fünften Lebensmonats) und nicht später als mit 26 Wochen (zu Beginn des siebten Lebensmonats) eingeführt werden, je nach Gedeihen und der Essfähigkeit des Kindes.

Eine spätere Einführung oder eine generell allergiearme Beikost haben keinen Nutzen für die Allergieprävention und werden nicht empfohlen.

Ab der Beikosteinführung kann das Kind auch eine Folgemilch („2“-Nahrung) erhalten.

Für den ersten Brei sind Gemüse, Kartoffeln und Fleisch, als Quelle für Eisen und Zink, geeignet. Abwechslung bietet ein- bis zweimal in der Woche Fisch anstelle von Fleisch. Eine vielfältige Beikost kann die Geschmacksprägung fördern!

In etwa monatlichen Abständen wird jeweils eine Milchmahlzeit durch Beikost (zum Beispiel Milch-Getreide- oder Obst-Getreide-Brei) ersetzt. Ab der Beikosteinführung kann das Kind auch eine Folgemilch („2“-Nahrung) erhalten.

Eine ovo-lakto-vegetarische Ernährung ist möglich, erfordert aber wegen des Risikos einer schlechteren Nährstoff- und Eisenversorgung eine sorgfältige Lebensmittelauswahl und eine Überwachung des Eisenstatus.

Eine sorgfältige Überwachung von Wachstum und Gedeihen ist notwendig.

Eine vegane Ernährung (rein pflanzliche Ernährung ohne Gabe von Milch und Ei) ohne Nährstoffsupplementierung ist abzulehnen, da sie zu schwerwiegenden Nährstoffdefiziten führt. Eine sorgfältige Überwachung von Wachstum und Gedeihen ist notwendig, ergänzt durch Nährstoffsupplemente und gegebenenfalls Laborbestimmungen.

Ab dem Ende des ersten Lebensjahres kann ein Kind lernen, aus der Tasse zu trinken, mit einem Löffel zu essen oder ein Stück fester Nahrung abzubeißen. Nun nimmt es, beginnend mit der Einführung von Brot, nach und nach an den drei Hauptmahlzeiten (Frühstück, Mittagessen, Abendes­sen) und den zwei Zwischenmahlzeiten der Familienernährung teil.