Was sich jedoch viele Menschen fragen: Kann eine fleischlose Kost den täglichen Nährstoffbedarf decken? Oft stecken ethische Gründe hinter einer fleischlosen Ernährung. Denn Massentierhaltung, Fließbandschlachtung und Tiertransporte unter quälenden Bedingungen haben vielen den Appetit auf Fleisch verdorben.

Aber auch Allergiker, Personen mit Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder Menschen, die sich besonders gesund ernähren wollen, werden zu Vegetariern.

Bewiesen! Vegetarier haben weniger Krankheiten

Spekulationen gab es viele, heute ist bewiesen, dass Vegetarier die gesünderen Menschen sind. Denn mittlerweile belegen zahlreiche Studien, dass Vegetarier seltener an Übergewicht, Bluthochdruck oder erhöhten Blutfettwerten leiden. Auch Zivilisationskrankheiten wie Herzinfarkt und Diabetes treten bei Menschen, die sich hauptsächlich pflanzlich ernähren, deutlich seltener auf.

Neben der gezielten Nahrungsauswahl liegt dies auch an der insgesamt gesunden Lebensweise. Vegetarier trinken im Durchschnitt weniger Alkohol, rauchen seltener, bewegen sich regelmäßiger und konsumieren nur selten Genussmittel und Drogen.

Vegane Ernährung: Nährstoffmangel vorbeugen

Während Vegetarier noch Milchprodukte wie Eier oder Milch zu sich nehmen, verzichten Veganer auf alle tierischen Lebensmittel. Viele Ernährungswissenschaftler warnen hier vor Mangelerscheinungen bei den Vitaminen B2, B12 und D, aber auch bei Eisen, Calcium, Jod und Zink. Wird die Nahrung nicht bewusst zusammengestellt, kann es zudem zu einer Unterversorgung mit Energie und lebensnotwendigen Proteinen kommen.

Besonders das für die Blutbildung unerlässliche Vitamin B12 ist wichtig für den Körper, jedoch hauptsächlich in tierischen Lebensmitteln enthalten. Doch auch einige Mikroorganismen wie Bakterien und Pilze können Vitamin B12 produzieren. So findet sich beispielsweise in Sauerkraut oder Sojaprodukten Vitamin B12.

Mangelerscheinungen erkennen

Ob ein Mangel an Vitamin B12 vorliegt, ist nur schwer zu erkennen. Bei einem B12-Mangel erscheinen die Betroffenen zunächst blass und energielos, sie fühlen sich schwach und schwindelig. Dies nennt man perikunäre Anämie. Diese ist zwar nicht lebensgefährlich, kann durch ihre Symptome die Lebensqualität jedoch deutlich senken.

Durch die Aufnahme von Vitamin B12 kann man sie schnell wieder beseitigen. Irreversibel sind jedoch Schäden des Nervensystems, die im weiteren Verlauf eines Mangels entstehen.

Bei den meisten Veganern liegt der Vitamin-B12-Gehalt im Blut weit unter den Werten von Mischköstlern. Wer sich über längere Zeit vegan ernährt, benötigt Nahrungsergänzungspräparate oder mit Vitamin B12 angereicherte Lebensmittel, um die B12-Versorgung sicherzustellen. Lebensmittel wie Sojaöl, Sojamargarine und viele Fruchtsäfte enthalten genug Vitamin B12, um fit und gesund zu bleiben!