Dabei bezieht sich dieses Phänomen keineswegs nur auf einen engen Terminkalender, sich auftürmende Aktenberge oder andere Probleme. Vielmehr verbergen sich hinter dem Stress-Begriff sämtliche geistige, körperliche und emotionale Aktivitäten, die uns leistungsfähiger machen.

Unter Stress sind wir im Allgemeinen konzentrierter, motivierter und aufmerksamer. Das Entscheidende ist jedoch, dass wir eben jene Stresssituationen in Balance halten müssen. Eine essenzielle Grundlage dafür ist ein guter Start in den Tag.

Den Körper in Schwung bringen

Nach der Tiefenentspannung der Nacht müssen wir dazu unseren Körper zunächst einmal richtig in Schwung bringen. Behilflich ist uns dabei schon mit dem ersten Augenaufschlag das Tageslicht. Dieses hemmt im Gehirn die Ausschüttung des Stoffes Melatonin, der maßgeblich für den Tag-Nacht-Rhythmus des menschlichen Körpers verantwortlich ist.

Zusätzlich müssen wir natürlich auch selbst aktiv werden. Direkt nach dem Aufstehen sollten wir uns erst einmal richtig dehnen und strecken. So spüren wir unseren Körper und senden Impulse an das Gehirn, die bewirken, dass unser „Rechenzentrum“ hochfährt.

Darüber hinaus haben wir über Nacht mehr als einen Liter Flüssigkeit durch Schwitzen und Feuchtigkeit in der Atemluft verloren. Deswegen müssen wir morgens immer ausreichend trinken – am besten zwei bis drei Gläser Wasser. So werden die Fließeigenschaften des Blutes verbessert und sämtliche Nährstoffe, die wir mit dem Frühstück zu uns nehmen, können besser zu den entsprechenden Organen und auch ins Gehirn transportiert werden.

Ausgewogen und mit Ruhe

In Bezug auf die Nährstoffe kommt es am Morgen vor allem auf die Ausgewogenheit an – von Proteinen über Kohlenhydrate bis hin zu Ballaststoffen. Nicht die Menge des Frühstücks, sondern vielmehr die richtige Zusammensetzung ist entscheidend.

Da kann dann auch schon ein kleiner Joghurt mit ein wenig Obst ausreichend sein. Was wir jedoch nicht gebrauchen können, ist eine Überflutung mit Zucker, da so unser Gehirn noch stressanfälliger wird.

Das müssen wir auch unseren Kindern vorleben, indem wir versuchen, sie morgens schon mit einer möglichst ausgewogenen Ernährung in den Tag zu schicken. Das gilt natürlich insbesondere auch für das Pausenbrot. Klar, dass dies nicht immer ganz einfach ist und manchmal dabei auch pfiffige Kompromisse gefragt sind.

Letztlich hat der Start in den Tag auch eine rituelle Funktion, die das soziale Miteinander stärkt. Man sollte lieber ein paar Minuten früher aufstehen, als in der morgendlichen Routine in Hektik verfallen zu müssen.

Wenn morgens nicht besonders viel Zeit ist, so sollte man die wenige Zeit zumindest in Ruhe verbringen können. Hilfreich kann dabei beispielsweise sein, wenn man am Abend vorher das Frühstück bereits so weit wie möglich vorbereitet.

Zu diesen und anderen Aspekten rund um den „Guten Start in den Tag“ finden Sie in dieser Ausgabe weitere Tipps und Anregungen, damit auch Sie kraftvoll in den Tag kommen.