Fast täglich sehen wir neue Bilder von Kindern aus Nepal, die Opfer des gravierenden Erdbebens wurden, oder aus Syrien, wo Millionen Kinder von Krieg, Flucht und Terror betroffen sind.

Wenn nichts mehr ist wie es war

Fünf Wochen ist es her, dass das verheerende Himalaya-Erdbeben und die vielen Nachbeben in Nepal, Indien und China fast 8.400 Menschen das Leben gekostet haben. Ganze Orte wurden zerstört, die Landschaft gleicht einer Trümmerwüste.

Und das Leid für die verbliebenen Menschen im Katastrophengebiet wird eher schlimmer als besser – besonders den Kindern geht es schlecht. Sie sind traumatisiert, haben Angst. „Viele Kinder haben traumatische Erlebnisse hinter sich.

Sie mussten mit ansehen, wie Häuser einstürzten, ganze Straßenzüge zerstört wurden oder Familienmitglieder unter den Trümmern starben. Die Welt der Kinder ist völlig aus den Fugen geraten“, berichten Helfer vor Ort. Rund 1,7 Millionen Kinder in Nepal brauchen jetzt dringend Hilfe, ihnen mangelt es am Allernötigsten.

Hilfsorganisationen vor Ort tun ihr Möglichstes, um sie in Notunterkünften unterzubringen sowie mit Trinkwasser und Medikamenten auszustatten. Zudem sind Schätzungen zufolge mehrere Zehntausend Kinder obdachlos. Viele wurden von ihren Eltern getrennt.

Wie viele irgendwo alleine gestrandet sind, ist noch immer nicht klar. „Vor allem die jüngeren Kinder zitterten bei jedem Nachbeben vor Angst und verkrochen sich weinend in Schlupflöcher“, berichten Helfer vor Ort. Die Kinder stehen unter Schock, sind total entkräftet.

Und: Es gibt immer noch Kinder, die nicht wissen, ob ihre Eltern die Katastrophe überlebt haben. „Die obdachlosen Mädchen und Jungen haben oft nichts anderes als ein Stück Pappe, müssen die Nächte allein im Freien verbringen und brauchen schnellstmöglich Hilfe.“

Wenn Krieg Alltag ist

Für Millionen Kinder auf der ganzen Welt ist Krieg grausame Realität. Mit all seiner Gewalt und seiner zerstörerischen Kraft reißt er Familien auseinander, verletzt und tötet unschuldige Menschen. Im Bürgerkriegsland Syrien ist eine ganze Kindergeneration betroffen. Vor vier Jahren brach der Krieg dort aus. Mehr als 100.000 Menschen sind bisher getötet worden, darunter über 7.000 unschuldige Kinder. Die Überlebenden haben Schreckliches erlebt.

Mehr als eine Million Kinder sind infolge des Bürgerkriegs in Syrien zu Flüchtlingen geworden. Minderjährige machen damit die Hälfte aller syrischen Flüchtlinge aus, mehr als 740.000 sind unter elf Jahre alt. Die Zahl der Kinder, die zusätzlich innerhalb Syriens auf der Flucht sind, schätzen Hilfsorganisationen auf mehr als zwei Millionen.

Flüchtlingskinder sind körperlichen Strapazen, Angst, Stress, Traumata und gefährlichen ansteckenden Krankheiten ausgeliefert. Zudem drohen ihnen Kinderarbeit, Zwangsheirat, sexuelle Ausbeutung und Menschenhandel.

Die Jugend Syriens verliert ihre Heimat, ihre Familien, ihre Zukunft. Für viele Kleinkinder ist Krieg das Einzige, was sie in ihrem kurzen Leben kennengelernt haben – das hinterlässt Spuren.

Helfen Sie, das Leben der Kinder in Kriegs- und Katastrophengebieten lebenswerter zu machen. Spenden Sie, für die Kinder – unsere Zukunft!